Ursula Lixfeld – kurz Ulix
Die Malerin, Illustratorin und Autorin ist 1937 in Mainz geboren. Sie hat an der Wiesbadener Werk-Kunst-Schule studiert.
Sie hat eine bewegte Lebensgeschichte. Sie entdeckte das braune Tagebuch, das ihr Vater vor ihrer Geburt für sie begonnen hatte. Dort widmete er sein Kind „dem Führer der Deutschen, Adolf Hitler“ (Zitat) und behauptete, sie freue sich über die Namen, die ihr die Eltern gegeben hatten (Ursula Brigitte Bormet). Seitdem hatte sie Schwierigkeiten mit eben diesen Namen.
Sie war in 1. Ehe mit einem Schweizer Geologen verheiratet und nannte sich Urs Kunz-Bormet. In zweiter Ehe wurde Ursula Lixfeld daraus. Ihr erstes Gedichtbändchen „Traumvogelfedern“ erschien unter dem Pseudonym Una Marsal und das zweite „Wenn das Flügelpferd kommt, koch ich kein Gelee“ erschien unter dem lakonischen Kürzel „Ulix“, mit dem sie auch ihre Bilder signierte. Ulix malt und zeichnet. Sie ist Autorin von verschiedenen Kinderbüchern, hat Lyrik und Erzählungen veröffentlicht. Die Künstlerin hat über 40 Bücher illustriert und Buchumschläge entworfen.
Mit „Fury“ und „Lassie“ begann ihre Laufbahn als Illustratorin. Selbst für den Duden hat sie wissenschaftliche Tafeln gestaltet.
Internationalen Ruhm erschuf sie sich durch das Malen von Pferden. 1973 zur 400 Jahrfeier des Haupt- und Landgestütes Marbach in Baden-Württemberg, das eine weltberühmte Araberzucht beherbergt, organisierte Ulix ihre erste Ausstellung „Das Pferd in der Kunst“. Die deutsche Kunstszene interessierte sich zu diesem Zeitpunkt nicht für realistische Pferdebilder. Das erste Angebot für eine Ausstellung kam von einer Galerie aus Paris. Weitere internationale Ausstellungen folgten. Nach ihrem Studium war der Landstallmeister a.D. Hubert Rudofsky ihr Mentor und strenger Lehrmeister die Pferdeanatomie betreffend. Seine Pferdekunstsammlung und zwei Arbeiten von Ulix befinden sich im Besitz des Deutschen Pferdemuseums in Verden an der Aller. Aufträge kamen von Züchtern und Reitern. Beim Malen und Zeichnen der Pferdeportraits war ihr wichtig, das jeweilige Tier persönlich kennenzulernen um den Charakter des Tieres studieren und anschließend auf die Leinwand bringen zu können. Obwohl sie durch ihre Pferdebilder bekannt wurde, zeichnete und malte sie Landschaften, Gärten und Tiere.
Ihre Arbeiten befinden sich in privaten Sammlungen im In- und Ausland und im Deutschen Pferdemuseum (Verden) 1997 zog sie mit ihrem Vollblutaraber „Mudar“, den sie als Fohlen vom Züchter bekommen hatte, von Hessen nach Schleswig-Holstein. Sie lebt und arbeitet in der Gemeinde Rehhorst.



Auszug aus der Dorfchronik II: Drei Dörfer, eine Gemeinde:
Bilder und Geschichten aus unserer Gemeinde Rehhorst
1. Auflage 2019, Alle Rechte vorbehalten.