Wappen
Historische Begründung
Das Reh und die Blätter symbolisieren den Ortsnamen der Gemeinde Rehhorst: „Horst, d.h. Buschwerk, Gestrüpp, Hölzung, wo Rehe sind“.1 Alte Karten zeigen, dass es auf dem Gemeindegebiet viele Flächen mit Gebüsch gab, aber auch Eichen- und Buchenwälder. Die drei Buchenblätter stehen gleichzeitig auch für die drei ehemals selbstständigen Ortsteile Pöhls, Rehhorst und Willendorf.

Das goldene geschwungene Band stellt zum einen die landwirtschaftlich genutzten Flächen dar, zum Anderen die Besonderheit unserer Landschaft. „Die Eiszeit hinterließ uns den großen Endmoränenzug aus tonigem Geschiebelehm bzw. Geschiebemergel: von Nordosten bei Cashagen im Eutiner Kreis und bei Reinsbek im Segeberger Kreis schiebt sich diese Grundmoräne über Pöhls bis nach Steinfeld hin und fällt nach Reinfeld hin östlich ab. Mit etwa 70 m Meereshöhe bei Pöhls und Rehhorst ist sie Schleswig-Holsteins größte Endmoräne. Dieser Endmoränenzug gibt mit seiner sich bis zu 4 km ausdehnenden Breite dem ganzen nordstormarnschen Gebiet seine aus jener fernen "Eiszeit" herstammende, eigenartige Prägung“. 2
Der rote Abschluss des Wappens nimmt die Farbe des ehemaligen Herzogtums Holstein auf. Rot ist aber auch die Farbe der Ziegel, die in den ehemaligen Ziegeleien gebrannt wurden. Ziegel wurden u.a. zum Bau des Reinfelder Zisterzienserklosters verwendet. Rehhorst gehörte als Klosterdorf zu dessen Einzugsbereich.
Ziegeleien existieren heute nicht mehr in der Gemeinde. Dieser Wirtschaftszweig hat seine Bedeutung verloren. Hoffnung setzt die immer noch landwirtschaftlich orientierte Gemeinde aber auf die Zukunft des Rapsanbaues, der in immer größerem Maße nicht nur der Erzeugung von Lebensmitteln dient, sondern als nachwachsender Rohstoff zunehmend bedeutsamer wird. Die Rapsblüte ist damit auch ein Symbol der heutigen Energieprobleme und ein Symbol der Hoffnung für die Zukunft.
1 Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein (Veröffentlichungen des schleswig-holsteinischen Landesarchivs Bd. 28) ,Karl Wachholtz Verlag, Neumünster 19922
2 Martin Clasen: Zwischen Lübeck und dem Limes, Verlag Heinrich Möller Söhne, Rendsburg 1952:
