Bis 1967 war das Kinderfest ausschließlich in der Hand der Dorfschulen. Berichte finden sich daher auch in den Chroniken der Schulen Das änderte sich mit der Eröffnung der Dörfergemeinschaftsschule in Zarpen. In Rehhorst hatte man schon auf der letzten Elternversammlung der Rehhorster Schule beschlossen das Kinderfest auf jeden Fall in der bisherigen Form weiterhin am ersten Samstag der Sommerferien durchzuführen. Erst Ende der 1990er-Jahre ging man dazu über, das Fest auf einen Samstag vor Ferienbeginn zu verlegen.Jetzt waren die Dörfer selbst für die Durchführung verantwortlich und in Rehhorst nahm der letzte Rehhorster Lehrer Rudolf Westphal mit Unterstützung seiner Frau und Frau Schneider, Frau Küssner sowie Herrn von Byern die Organisation in die Hand. Es war aber versicherungstechnisch noch immer eine Veranstaltung der Schule, deshalb war bis 1995 immer ein Lehrer der Schule dabei, erst Herr Westphal, dann Herr Thalus und zuletzt über viele Jahre Frau Raab. 1985 stand das Kinderfest auf unsicheren Beinen, da die Schule die Versicherung nicht mehr übernahm. Hier sprang die Gemeinde Rehhorst ein, so dass der Fortgang des Festes gesichert war. 1967 fand also das erste Vogelschießen in Eigenregie statt und zwar in genau den Abläufen, die Lehrer Westphal mit dem ersten Fest nach dem Krieg 1949 eingeführt hatte. Unter anderem hatte er die traditionellen Spiele um sportliche Wettkämpfe erweitert. Bis auf einige wenige Änderungen wird das Kinderfest noch heute genauso durchgeführt.
Das Fest fand bis zum Ende der 1990er-Jahre immer am ersten Sonnabend der Sommerferien statt, damit auch die Schüler auswärtiger Schulen daran teilnehmen konnten, denn früher war auch noch samstags Schule. Das Vogelschießen beginnt noch heute morgens um acht Uhr mit dem großen Festumzug durch das geschmückte Dorf, der in den ersten Jahren von einer Dreimann-Kapelle angeführt wurde, die auch den Kindertanz am Nachmittag und abends den Festball musikalisch begleitete. Unter dem Vorsitz von Willi Feddern wurden ab 1979 Spielmannszüge engagiert, die auch während der Wettkämpfe aufspielen. Seit 2011 ist es der Spielmannszug aus Bad Schwartau. Mit diesem Umzug werden auch die Könige und Königinnen des Vorjahres noch einmal geehrt, die in einer geschmückten Kutsche durch das Dorf gefahren werden. Die Mädchen folgen mit Blumenbögen- und Stöcken, die Jungen auf geschmückten Fahrrädern.