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News-Ticker

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Auszug aus der Chronik

Ölrausch in Norddeutschland - kurz auch in Rehhorst

Was wäre gewesen, wenn ... ?

 

Einen Einblick der möglichen Folgen gibt diese Dokumentation

 

und die Mini-Serie "Schwarzes Gold" in der ARD-Mediathek

 

Einfach den Text oben anklicken.

 

Auszug aus der 1. Rehhorster Chronik:

Drei Dörfer, eine Gemeinde:

Bilder und Geschichten aus unserer Gemeinde Rehhorst

1. Auflage 2019

Alle Rechte vorbehalten

 

Reinfelder Straße 10 – Eigenkate Nr. 23

Die Flurkarte von 1788 nennt an dieser Stelle den Eigenkätner Jacob Neuleuster (1740 – 1805), der in der Volkszählung von 1803 als Rademacher (Stellmacher) geführt wird. Nach seinem Tod wird seine Frau Besitzerin und verkauft an den Rademachergesellen Johann Hinrich Westphal (geb. 1784), den Sohn von Schmied und Eigenkätner der Nr. 18. Laut Erdbuch von 1830 und Volkszählung von 1835 ist der Rademacher Johann Hinrich Plambeck (1802 – 1859) der nächste Besitzer, J.H. Westphal wohnt und arbeitet aber weiterhin dort. 1856 kauft Plambeck von seinem Schwiegersohn Beeck auch die Eigenkätnerstelle 22 mit Hökerei. 1859 werden Claus-Friedrich Beeck, von Beruf Schneider, und die Plambeck-Tochter Margaretha die nächsten Eigentümer. Die Rademacherei wird bis 1867 vom Neffen Johann Friedrich David weiter betrieben, der bei seinem Onkel Plambeck gelernt hatte.

 Öl-altes Katengebäude 

Das alte Katengebäude, im März 1932 abgebrannt

Die Beeck-Tochter Karoline (1852 – 1894) heiratet den Schmied Heinrich Griem; sie werden 1884 Besitzer der Kate und seitdem wird dort eine Schmiede betrieben. Nach Griems Tod werden seine Kinder Heinrich Griem jun. und Karoline Kloth, geb. Griem die nächsten Eigentümer. 

Heinrich Griem jun. und sein Nachbar, der Malermeister Behrens, vermuteten Erdölvorkommen auf ihren Grundstücken und unternahmen aufwändige Bohrungen. Dieser Zeitungsartikel aus dem „Reinfelder Landboten” vom Sonntag den 27.1.1929 wurde beim Renovieren unter Tapeten von Albrecht Scheel im Bischofsteicher Weg in Reinfeld gefunden. Öl wurde damals leider nicht gefunden!

   Öl-neues Gebäude 

Das neue Wohnhaus wird nach dem Brand an das alte Schmiedegebäude angebaut 

Heinrich Griem jun. und sein Nachbar, der Malermeister Behrens, vermuteten Erdölvorkommen auf ihren Grundstücken und unternahmen aufwändige Bohrungen. Dieser Zeitungsartikel aus dem „Reinfelder Landboten” vom Sonntag den 27.1.1929 wurde beim Renovieren unter Tapeten von Albrecht Scheel im Bischofsteicher Weg in Reinfeld gefunden. Öl wurde damals leider nicht gefunden!

 

 Öl in Rehhorst Quelle: „Reinfelder Landbote” vom Sonntag den 27.1.1929

 

 

 

 

 

 

 

 

Reinfeld Ein neues industrielles Unternehmen wird sich in nächster Zeit im Norden unseres Kreises entwickeln. Durch wiederholtes Wünschelrutengehen ist jetzt einwandfrei festgestellt worden, daß sich größere Oelquellen und Oelläger von Vokkathen ausgehend über Rehhorst, vermutlich nördlich bis Willendorf und südwestlich nach Havighorst zu erstrecken. Die Hauptläger werden in Rehhorst sein und befinden sich auf den beiden Grundstücken zu gleichen Teilen des Herrn Schmiedemeisters Griem und Malermeisters Behrens, wo man schon seit Jahren durch reichhaltige Ausdünstungen aus der Erde dieses bemerkt hat. In den nächsten Wochen wird mit den Vorarbeiten begonnen werden; man wird durch Bohrversuche feststellen, in welcher Tiefe (angeblich 50 Meter) die Oelläger sich befinden. Möge sich dieses in dem Maße gestalten, wie es zur Zeit am Rande der Lüneburger Heide in der Nähe von Celle der Fall war, damit auch der nördliche Teil unseres Kreises Stormarn dem bislang so sehr bevorzugten südlichen Teil gleichgestellt wird. Frisch auf zum guten Gelingen!