Balkonkraftwerke sind kleine, steckerfertige Photovoltaikanlagen, die auf Balkonen, Terrassen, im Garten oder auf Schuppen sowie Carports installiert werden können. Sie produzieren Solarstrom für den eigenen Haushalt. Das kleine Kraftwerk besteht aus Solarmodulen, die Sonnenlicht in Gleichstrom umwandeln. Ein integrierter Wechselrichter, der diesen in Wechselstrom umwandelt, speist ihn dann über eine Steckdose ins Hausnetz ein.
Seit Mai 2024 dürfen in Deutschland Balkonkraftwerke mit einer Wechselrichterleistung von bis zu 800 Watt ins Hausnetz einspeisen.
Dazu muss man wissen, dass Strom nur entnommen werden kann, wenn auch im Netz Strom fließt. So ein Balkonkraftwerk ist also nicht als Notstromversorger geeignet. Man verbraucht den Strom am besten, wenn viel erzeugt wird. Meistens mittags. Optimal ist es, nicht gleichzeitig mehrere Geräte, die heizen und damit viel Strom verbrauchen, in Betrieb zu nehmen. Um nicht zu viel Strom ungenutzt ins Netz einzuspeisen, könnte ein mobiler Speicher (1kW oder 2 kW) genutzt werden. Nutzentgelte sind bei dieser Anlage nicht vorgesehen.
Um die aktuelle Leistung der Anlage verfolgen zu können, empfiehlt sich eine WLAN-fähige Steckdose, die mit dem hauseigenen WLAN und zugehöriger App verbunden wird. Ich besitze seit Juni 2024 ein Balkonkraftwerk auf dem Carport. Mit 2 Speichern kann ich den Strom optimal nutzen. Ich dokumentiere schon seit Jahren den Stromverbrauch.
Inzwischen verbrauche ich bei sonnigem Wetter als Einzelperson im Mittel 3 kWh/Tag. In der letzten sonnigen Woche vom 21.4. – 27.04.2025 wurden 26,2 kWh erzeugt. 10 kWh davon wurden als Überschuss ins Netz eingespeist und verschenkt.
Monika -Sintram-Meyer