Siedlungsgeschichtlich deutet vieles darauf hin, dass in der Dorfgemarkung mehrere untergegangene Dörfer (Mengelsdorf, Wilmensdorff und Widekindsdort) gelegen haben. Widekindsdort wird in der Gründungsurkunde des Reinfelder Klosters bereits 1186 genannt. Die genaue Lage ist bis heute nicht eindeutig geklärt.
Wilmensdorff lag im Nordwesten der Gemarkung Rehhorst und bestand aus drei Flurstücken mit diesem Namen.
Die Bißnitz entsteht aus mehreren Entwässerungsgräben in Rehhorst. Sie ist 15 km lang und mündet bei Pronsdorf in den Wardersee. Der Name, erstmals 1189 erwähnt, ist wahrscheinlich slawischen Ursprungs.
Der erste Siedlungsplatz des heutigen Rehhorst dürfte vor der Abzweigung nach Wormsbrook und dem Heidekamper Wohld am Weg von Rehhorst nach Voßkaten gelegen haben (heute Teicher Weg). Auf dem Flurstück namens Rehhorst steht heute der Schweinestall der Familie Grube.
Die Dorfstätten auf der Rehhorster Gemarkung und der Verlauf der Bißnitz
Quelle: Pastor Martin Claßen, 1952: Zwischen Lübeck und dem Limes
Mitte des 12. Jahrhunderts erfolgte der Neubau des Dorfes in nördliche Richtung an einen besseren Platz, da am ersten Siedlungsort der Platz nicht ausreichte. Es entstand ein deutsches Rodungsdorf durch die Ansiedlung überwiegend westfälischer Siedler. Damit hat in Rehhorst eine Dorfverschiebung stattgefunden. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich wie auch in Pöhls 1352.
Der Name Rehhorst wurde übernommen und setzt sich zusammen aus „Reh”, dem heimischen Wild und „Horst”, einer früheren Bezeichnung für Wald oder Busch.