Hier handelt es sich ebenfalls um ein mitten im Urwald entstandenes deutsches Rodungsdorf aus den ersten Tagen der gräflichen Siedlungszeit. Es ist als Platzdorf angelegt. Die Siedler bedienten sich bei Gründung der Brandrodung, worauf der Name „Herrenbranden” beruht.
Eine genauere Gründungszeit ist nicht bekannt, jedoch wird der Ort bereits Ende des 12. Jahrhunderts erwähnt, weil Nutzholz von hier nach Steinfelder Hude geliefert wird. Auch hier findet die erste urkundliche Nennung erst 1352 statt. Obwohl Willendorf am weitesten von der zuständigen Kirche in Zarpen entfernt liegt, hat es hier einen kirchlichen Friedhof gegeben. Darauf lässt der Flurname „Karkhof” schließen.
Der Name des Dorfes bezieht sich wahrscheinlich auf den ersten Siedler „Willo”. Bis ins 19. Jahrhundert hieß es „Wildendorf”, im Laufe der Zeit wurde daraus „Willendorf”.