Auch in Pöhls gab es ab 1871 eine Spritzenmannschaft. Zum Kommandeur wurde der Hufner Karl August Schlichting (Hufe 7) gewählt. Rohrleiter war der Schmied Fischer Junior. Um besser in der Lage zu sein, größere Brände zu beherrschen, wurden gemeinsame Übungen mit Rehhorst durchgeführt. Allerdings kam es nach dem Erlass von 1889 nicht zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr, man blieb weiterhin eine Brandwehr. Jedoch wurde 1892 Geld aufgenommen, um eine neue Feuerspritze zu beschaffen. 1895 gab sich die Wehr ein Statut für den neuen Löschverband Pöhls-Willendorf, erarbeitet von Hufner und Brandmeister Linkmeyer. Auf der Gründungversammlung, am 18. September 1895 wurde der Hufner Wilhelm Coring (Hufe 7) zum Löschverbandsvorsteher (Brandmeister) gewählt. Der Vorstand der Brandwehr bestand immer aus Ortsvorsteher und Stellvertreter von beiden Orten. 1898 genehmigte der Gemeinderat Pöhls am 20. Januar der Brandwehr eine finanzielle Unterstützung:
„Zur Feier von „Kaisers Geburtstag” (seiner Majestät Kaiser Wilhelm II.) wurde für die Brandwehr zur Beschaffung von Getränken 4 Mark bewilligt.”
Laut Protokollen hat man mehrfach Übungen zusammen mit den Freiwilligen Feuerwehren Rehhorst und Havighorst veranstaltet. Im Jahr 1900 soll laut Gemeindeprotokoll aus Pöhls der Löschverband Pöhls-Willendorf aufgelöst und Pöhls eigenständige Brandwehr werden. Ob es tatsächlich dazu kam, ist nicht mehr herauszufinden.